Aus den ausgewählten Bildserien entsteht eine Sammlung unterschiedlicher Perspektiven, die sich Jahr für Jahr erweitert. Im Jahr 2020, wenn die Renaturierung der Emscher abgeschlossen ist, ist aus der fotografischen Auseinandersetzung eine zweite Landschaft entstanden, eine, die aus Sichtbarem und Unsichtbarem besteht. Mit dieser Sammlung werden die fotografischen Impulse und Positionen sichtbar, die den Planungs- und Gestaltungsprozess des Emschertals beeinflusst haben.
Mit dem Ende des Umbaus ist das Fotoprojekt nicht abgeschlossen. Die Sammlung soll ein Fenster in die Zukunft sein. Das Ergebnis des Fotoprojekts offenbart die innere Struktur und die Zukunftsfähigkeit des Wandels, sie zeigt Perspektiven, Erinnerungen, Visionen und Wünsche, die dem Endprodukt des Umbaus – der neu entstandenen Landschaft – verborgen geblieben wären.
Die Sammlung wird nach und nach aus zwei unterschiedlichen Zugängen aufgebaut. Zum Einen werden jedes Jahr die ausgewählten Bildserien aus dem Fotopreis aufgenommen – zum Anderen wird die Sammlung durch Bilder bereichert, die über Auftragsarbeiten für das Archiv der Emschergenossenschaft entstanden sind. Über die Aufnahme in die Sammlung entscheidet auch hier die Jury des Fotoprojektes. Die Auftragsarbeiten für das Archiv der Emschergenossenschaft werden abseits von Bewerbungen in Abstimmung mit einem Gremium vergeben, das die Emschergenossenschaft in ihrer Archivarbeit unterstützt.
Die in der Sammlung enthaltenen Arbeiten werden dauerhaft in Ausstellungen und Präsentationen in und über der Region hinaus zu sehen sein.