BRIDGES
FOTOPROJEKT Emscher Zukunft

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Die Kunst des Zuhörens: Wie die Emschergenossenschaft durch Kunst den Dialog eröffnet

Bronnbacher-Stipendiatin Sarah Meyer-Dietrich im Interview mit Ralf Schumacher und Martina Oldengott

„Kulturelle Kompetenz für künftige Führungskräfte“ - dies ist der Leitgedanke des Bronnbacher Stipendiums, einer Initiative des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft. Die promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin Sarah Meyer-Dietrich hat eines der begehrten Stipendien erhalten, die zurzeit exklusiv an der Universität Mannheim und der Ruhr-Universität Bochum angeboten werden. Es bietet hochqualifizierten Studierenden die Möglichkeit, zwei Semester lang parallel zum eigentlichen Fachstudium in Dialog mit Künstlern, Kunstvermittlern und Kunstwissenschaftlern zu treten und deren Denkansätze und Arbeitsweisen kennenzulernen. Im Rahmen ihres Stipendiums hat sich Sarah Meyer-Dietrich auch mit den Kulturprojekten der Emschergenossenschaft auseinandergesetzt. Lesen Sie dazu ihr Interview mit Ralf Schumacher und Martina Oldengott.

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Perspektivenwechsel im Nordsternpark: Brachen-Dschungel oder Parkanlage?

Mit einem ungewollten Perspektivenwechsel startete die vierte Veranstaltung 2011: Regen und Gewitter ließen die geplante Exkursion durch den Nordsternpark und über die Emscher-Insel buchstäblich ins Wasser fallen. So fand der „Perspektivenwechsel“ zum ersten Mal ausschließlich drinnen statt, was die Diskussionsfreude der Teilnehmer aber nicht minderte. „Links und rechts der neuen Emscher – Brachen-Dschungel oder Parkanlage?“ – unter diesem Titel hatte BRIDGES Fotoprojekt zusammen mit dem Kooperationspartner SRL Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung Planer, Fotografen, Künstler, Wasserwirtschaftler, Architekten, Ökologen und andere Interessierte erneut zu einem interdisziplinären Austausch eingeladen. Wie sollen die Flächen links und rechts der neuen Emscher aussehen? Das war eine der zentralen Fragestellungen des Abends. Dass die Bandbreite der Landschaft bereits heute sehr groß ist, zeigten die fotografischen Interpretationen von Joachim Schumacher und Werner Köntopp.

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Dritte Veranstaltung Perspektivenwechsel 2011: Urbane Landwirtschaft – Erholungsräume in einer Industrieregion?

Der Erholungsdruck in der Emscherregion und im gesamten Ruhrgebiet ist groß. Selbst landwirtschaftliche Flächen werden heute eher als Räume zur Entspannung, denn als wirtschaftlich relevante Flächen für die Nahrungsmittelproduktion wahrgenommen. Dies wurde bei der dritten Veranstaltung der Reihe Perspektivenwechsel von BRIDGES Fotoprojekt und Kooperationspartner SRL Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung sehr deutlich. Welche Konsequenzen sich daraus für die Planung von angrenzenden Freiflächen ergeben, das war eine der zentralen Fragestellungen in der Diskussion. Die Gäste aus Bereichen wie Planung, Fotografie, Kunst, Wasserwirtschaft, Architektur und Ökologie trafen sich diesmal beim Bauernhof am Mechtenberg zu einem interdisziplinären Austausch. Eine Präsentation fotografischer Arbeiten aus den Serien „Freilandarchitektur auf dem Grabeland“ und „Farmart“ von Winfried Labus machte bewusst, dass Fotografie hier helfen kann, die Wahrnehmung für die verschiedenen Kulturlandschaften zu verbessern.

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Perspektivenwechsel im Industriewald – neues Miteinander von Mensch und Natur

Ein erster Perspektivenwechsel bot sich den Teilnehmern der gleichnamigen Reihe von BRIDGES Fotoprojekt bereits bei der Ankunft: Die Gäste trafen sich zur zweiten Veranstaltung in 2011 im Wald bei der Forststation Rheinelbe – mitten im Stadtgebiet von Gelsenkirchen. Wozu eine Forststation in der Stadt? Auf dem ehemals unzugänglichen Industriegelände der Zeche Rheinelbe wurde ein neuer Freiraumtyp für Mensch und Natur geschaffen, der Industriewald. Welche Chancen dieses neue Miteinander bietet, das diskutierten die Teilnehmer nach einer Führung von Förster Oliver Balke. BRIDGES Fotoprojekt hatte zusammen mit dem Kooperationspartner SRL Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung wieder Planer, Fotografen, Künstler, Wasserwirtschaftler, Architekten, Ökologen und andere Interessierte zu einem interdisziplinären Austausch eingeladen. Fotografische Interpretationen der Landschaft bereicherten den Dialog durch weitere Perspektiven.

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Perspektivenwechsel: Auf Trampelpfaden in die neue Wildnis am Deininghauser Bach

Gleich bei der ersten Veranstaltung der Reihe „Perspektivenwechsel“ von BRIDGES Fotoprojekt in 2011 kamen die Teilnehmer bewusst vom Weg ab: Wie ein Eintauchen in eine andere Welt empfanden viele der Gäste die kleine Exkursion, die auf Trampelpfaden durch ein Dickicht von Gräsern, Sträucher und Bäumen an die versteckten Ufer des Deininghauser Bachs führte. Zusammen mit dem Kooperationspartner SRL Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung hatte BRIDGES Fotoprojekt Planer, Fotografen, Künstler, Wasserwirtschaftler, Architekten, Ökologen und andere Interessierte wieder zu einem interdisziplinären Austausch eingeladen.

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Feierliche Bekanntgabe der Preisträger des BRIDGES Fotopreises 2010/ Eröffnung der Ausstellung in der Künstlersiedlung Halfmannshof

Das Thema des Projektaufrufs „TRANS/FORM Renatur“ wurde in diesem Jahr auch bei der Feier zur Preisverleihung von BRIDGES Fotoprojekt wörtlich genommen: Die Veranstaltung fand zum ersten Mal unter freiem Himmel statt. Bei frühlingshaftem Wetter trafen die Gäste im schönen Innenhof der Künstlersiedlung Halfmannshof in Gelsenkirchen ein. Wie bereits in den Jahren davor, erfuhren die Teilnehmer erst am Abend der Ausstellungseröffnung am 19. Mai 2011, wer zu den Preisträgern gehörte. Entsprechend stieg die Spannung unter den Gästen, als Dr. Jochen Stemplewski, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft, und Prof. Elke Seeger von der Folkwang Hochschule stellvertretend für die Jury, die diesjährigen Preisträger und ihre Arbeiten würdigten.

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Veranstaltung Perspektivenwechsel – Renaturierung im städtischen Raum

Der Wiederaufbau von Naturlandschaften in einem dicht besiedelten Gebiet wie der Emscherregion führt schnell zu der Frage: Wie viel Natur ist im städtischen Raum möglich? Dass es hierüber sehr unterschiedliche Vorstellungen gibt, zeigte die vierte Veranstaltung der „Perspektivenwechsel“ von BRIDGES Fotoprojekt. Unter dem Titel „Pilze an der Emscher - Symbole für Regeneration und Neuanfang“ hatte BRIDGES zusammen mit dem Kooperationspartner SRL Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung Planer, Fotografen, Künstler, Wasserwirtschaftler, Architekten, Ökologen und Soziologen erneut zu einem interdisziplinären Austausch eingeladen. Die Gäste trafen sich am bereits renaturierten Dellwiger Bach in Dortmund, wo Pilzexperte Jochen Beier spannende Einblicke in die Welt der oft unscheinbaren oder gar mit negativen Assoziationen verbundenen Lebewesen gab. Dieser Blick aufs Detail wurde anschließend durch die fotografischen Interpretationen von Sarah Appel noch verstärkt. Die Düsseldorfer Fotografin präsentierte der Gruppe in einem Raum des LWL-Industriemuseums auf der Zeche Zollern unter anderem ihre Bilderserie „Pilze an der Emscher“ aus der BRIDGES-Sammlung. Der durch die Fotografie veränderte Blickwinkel zeigte einen räumlichen Perspektivenwechsel: Statt der gewohnten Sicht von oben begibt sich der Betrachter auf Augenhöhe mit den Pilzen – und ändert seine Wahrnehmung. Dass dieser Blick aufs Detail auch für die Planung von Landschaftsarealen nützlich sein kann, brachte die folgende Diskussionsrunde klar zum Ausdruck.

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Perspektivenwechsel: Interkulturelle Gärten - geplant, gewollt, geduldet?

Neue Wurzeln schlagen in der Fremde - der gemeinsame Anbau von Obst und Gemüse verbindet Menschen unabhängig von ihrer Herkunft und verbessert in vielen Fällen ihre ökonomische Selbstständigkeit. Seit mehr als einem Jahrzehnt gibt es in Deutschland Interkulturelle Gärten, in denen MigrantInnen und Deutsche oft mitten in der Stadt zusammen ein Stück Land bewirtschaften. Die Frage, an welchen Orten und auf welchen städtischen Flächen diese Gärten entstehen, birgt Konfliktpotenzial. Diesem Thema widmete sich die dritte Veranstaltung der „Perspektivenwechsel“ von BRIDGES Fotoprojekt. Im Interkulturellen Frauengarten in Oberhausen trafen sich die teilnehmenden Frauen sowie Planer, Fotografen, Künstler, Wasserwirtschaftler, Architekten, Ökologen und Soziologen, die BRIDGES Fotoprojekt zusammen mit dem Kooperationspartner SRL Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung zu einem interdisziplinären Austausch eingeladen hatte.

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Zweite Veranstaltung Perspektivenwechsel bei der EmscherFilmMatinee im Pumpwerk Dortmund-Evinger Bach

Heimat ist nicht planbar – das wurde beim zweiten „Perspektivenwechsel“ von BRIDGES Fotoprojekt sehr deutlich. Die Veranstaltung fand diesmal bei der EmscherFilmMatinee im Pumpwerk Dortmund-Evinger Bach statt. Zusammen mit dem Kooperationspartner SRL Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung hatte BRIDGES Fotoprojekt Planer, Fotografen, Künstler, Wasserwirtschaftler, Architekten, Ökologen und Soziologen wieder zu einem interdisziplinären Austausch eingeladen. Zum Auftakt der Veranstaltung zeigten die Dokumentarfilmer Christoph Hübner und Gabriele Voss eine Auswahl ihrer „EmscherSkizzen“. Die Filmemacher begleiten den Wandel im Emschertal seit 2006 mit dokumentarischen Filmbeobachtungen. Sie bieten einen Blick aus der Nähe auf das Großprojekt Emscher-Umbau, auf die Region und ihre Menschen. Dieser Blick aus der Nähe fand sich auch in der aktuellen Ausstellung der BRIDGES-Preisträger zum Thema „US/THEM – Nähe und Distanz“ wieder, die ebenfalls im Pumpwerk zu sehen ist. In einer musikalisch untermalten Audioslideshow präsentierten die Fotografen Tania Reinicke und Ekkehart Bussenius ihre Bildserie „Heimatgeschichten – Homestories“ aus der BRIDGES-Ausstellung. Die Eindrücke aus der dokumentarfilmischen und fotografischen Perspektive waren der Aufhänger für die folgende Diskussionsrunde.

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Veranstaltungsreihe Perspektivenwechsel startete im Herner Stadtteil Bickern/Unser Fritz

Einen ganz neuen Blick auf den Stadtteil Bickern/Unser Fritz erhielten die Teilnehmer des ersten „Perspektivenwechsels“ von BRIDGES Fotoprojekt bereits beim Eintreffen am Kasinoverein Harmonie Unser Fritz: Das großzügige Parkgelände hinter der alten Villa überrascht mit Gartenteich, Grillplätzen, Tennisanlagen und Schwimmbad. Eine hohe Mauer schützt das Kleinod vor Straßenlärm und neugierigen Blicken. Zusammen mit dem Kooperationspartner SRL Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung hatte BRIDGES Fotoprojekt Planer, Fotografen, Künstler, Wasserwirtschaftler, Architekten, Ökologen und Soziologen zu einem interdisziplinären Austausch eingeladen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Fragestellungen rund um die Entwicklung dieses durch den Bergbau geprägten Stadtteils. Dabei wurden bewusst unterschiedliche und auch ungewöhnliche Zugangswege gewählt, sich einer Stadtlandschaft zu nähern. Neben der planerischen Sichtweise und fotografischen Betrachtungen bot eine Theaterexpedition mit dem Improvisationstheater „Emscherblut“ zum Abschluss noch einmal eine weitere, neue Perspektive des Raumerlebens.

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Umfassendes Begleitprogramm zu Destroy / Create inspirierte Fotografen und Planer

Auf der Suche nach der schönen Stadt

Unter diesem Titel trug Achim Dahlheimer, Referatsleiter im Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung »Destroy / Create« zur Wahrnehmung von Stadt vor. Wie wichtig ist die Schönheit einer Stadt für das Wohlfühlen der in ihr lebenden Menschen? Ist Attraktivität mit Schönheit gleichzusetzen, oder wird nicht pure, ungestörte Schönheit langweilig? Bieten nicht gerade Orte mit Brüchen und Widersprüchen bei der Nutzung von Stadträumen eine besondere Attraktion? Auf diese und weitere Fragen und Aspekte lenkte Dahlheimer den Blick und nannte Voraussetzungen und Bedingungen dafür, dass eine Stadt schön wird und bleibt. Aus seiner Sicht müsse zunächst Verständnis für gute Gestaltung geweckt werden. Dahlheimer hält dies auch für eine Frage der Bildung im wahrsten Sinne des Wortes. Es gelte, Schönheit sehen zu lernen, Zusammenhänge zu begreifen und Wertmaßstäbe zu entwickeln. Deshalb führe das Europäische Haus der Stadtkultur im Auftrag der nordrhein-westfälischen Landesregierung unter dem Titel `Sehen lernen` eine Kampagne durch, die mit Sehstationen, Aktionen und Veranstaltungen Menschen aller Generationen dazu aufrufe, sich mit ihrer gebauten Umgebung auseinanderzusetzen. Was in unseren Städten passiert, ist nach Dahlheimer nicht nur ein Ausdruck äußerer Einflüsse, sondern eine Frage der Haltung, die wir gegenüber unserer Umgebung und unserer Stadt einnehmen. Eben hierzu vermöge Fotografie auch einen Beitrag zu leisten.

Fotografie - Stadt - Licht
Ein Nacht(er)leben besonderer Art bot eine abendliche Exkursion im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung »Destroy / Create«. Der Lichtplaner und -designer Christian Breil führte Fotografen und Planer zu `Lichtorten` in Gladbeck, die neue innerstädtische Perspektiven und Raumeindrücke vermitteln. Besucht wurden die Innenstadt von Gladbeck sowie ein inszenierter Verkehrsknotenpunkt im Norden der Stadt. Im intensiven Austausch vor Ort kamen beteiligte Planer, Anwohner, Akteure und Nutznießer der Projekte, wie der Vorsitzende des Einzelhandelsverbandes Georg Hahne, der Stadtplaner Achim Mirosavljewitsch-Lucyga und der Lichtdesigner Gereon Breuckmann zu Wort und konnten über ihre Erfahrungen berichten. Unter den Teilnehmern waren v. a. Lichtkünstler und Fotografen vertreten, die sich in ihrer Arbeit mit Lichtprojekten und Lichtinszenierungen von Landschaften befassen. Besonders begrüsst wurde die Möglichkeit, einen intensiven Einblick `hinter die Kulissen` der Projekte zu bekommen.

Hintergrund
Wahrnehmung und Eindrücke städtischer Räume durch den gezielten Einsatz von Licht positiv zu verändern, gewinnt in der Entwicklung unserer Städte zunehmend an Bedeutung. Bilder von Orten ändern sich durch den Einfluss von Licht oft grundlegend und schaffen neue Zugänge und Emotionen zu den urbanen Situationen. Mit einer veränderten Illumination entstehen Stadtbilder, die neue Perspektiven für Meideräume denkbar machen und so Ideen zu einer veränderten Nutzung den Weg bereiten.

Nicht selten sind die Innenstädte mit einem Wirrwarr von Licht zugepflastert. Der eigentliche Raum und die Architektur sind nicht mehr zu erkennen. Genau hier setzen die Konzepte und Umsetzungen von Christian Breil an. Durch die veränderten städtischen Bilder sollen sich Zugang und Nutzung von Stadtbereichen während der dunklen Tageszeiten ändern und die Entwicklung innerstädtischer Bereiche fördern. Seit Mitte der 1980er Jahr ist Christian Breil als Architekt tätig. Nach seiner langjährigen Tätigkeit in der Lichtplanung bei Erco Leuchten GmbH, u. a. Mitarbeit am Handbuch der Lichtplanung, betreibt Christian Breil seit dem Jahr 2000 ein eigenes Planungsbüro (light-ing_Architektur_Lighting Design). Insbesondere die Lichtentwürfe von Breil für Stadt- und Freiräume belegen, wie Wahrnehmung und Befindlichkeit von Menschen über Licht modifiziert werden kann. Einsehen und überblicken, hineinschauen, zuschauen und durchschauen - im Spiel mit den Lichtverhältnissen reflektiert er urbane Situationen, verändert Sehbedingungen und realisiert neue visuelle Bezugspunkte. Seit 2002 ist Breil Professional Lighting Designer PLDA, Professional Lighting Designers Association. Den FLL Arbeitskreis Licht im Freiraum, Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung und Landschaftsbau e.V. leitet er seit nunmehr fünf Jahren. Neben zahlreichen Lichtprojekten im nationalen und internationalen Kontext engagiert sich Breil auch im Bereich von Workshops, Seminaren, Vorträgen und Wettbewerben.

HAUTNAH - BEGEGNUNG MIT MENSCHEN IM NEUEN EMSCHERTAL
In unterhaltsamen Reportagen portraitiert der Schriftsteller Hans van Ooyen die vielfältigen Gesichter des Emschertales. Erstmals stellte er im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung »Destroy / Create« einige seiner neuen Reportagen vor: Sie führten zu Kindern im Friedensdorf Oberhausen, zu Archäologen an der Emscher in Castrop und zu einem denkwürdigen Sklavengrab mitten in Deutschland. Seine Geschichten aus dem Neuen Emschertal greifen das Thema `Destroy and Create` auf - in unerwarteten und spannenden Bildern erzählt er von Zerstörung und Lebenskraft in einer Landschaft des Wandels. Neben Fotografinnen und Fotografen waren zu dieser Lesung auch Menschen gekommen, denen sich Hans van Ooyen in seinen Reportagen gewidmet hat.

BRIDGES - FOTOPROJEKT TRIFFT »THE FAMILY OF MAN«
Eine Exkursion in die Cité de l` image, Clervaux / Luxemburg

Die Exkursion `Bridges - Fotoprojekt Emscher Zukunft trifft The Family of Man` bot einen intensiven Einblick in die weltberühmte Ausstellung. Nach einer Begrüßung durch den Bürgermeister von Clervaux, Ives Arend, und den Direktor des Naturparks Our, Christian Kayser, präsentierte Anke Reitz, verantwortliche Projektmanagerin des Staates Luxemburg, das Konzept und erläuterte viele Hintergrundaspekte, u. a. zu Fragen der Entstehung der Ausstellung, zum langfristigen Erhalt und zur Nutzung der Bilder unter konservatorischen Gesichtspunkten. Neben den beeindruckenden Fotos waren insbesondere die vielen Informationen über die Ansprache und Zusammenführung der vielen beteiligten Autoren in den 1950er Jahren sowie sehr aufschlussreich.

Annick Meyer, verantwortliche Projektmanagerin für die Cité de l`image, stellte zeitgenössische fotografische Arbeiten im öffentlichen Raum von Clervaux vor. Eine aktuelle Ausstellung von Jordis Antonia Schlösser `Auf der Kippe - Rumänien` rundete die Eindrücke zu den verschiedenen Ausstellungsansätzen des Projektes ab.

Das gemeinsame Gespräch der Exkursionsteilnehmer mit den Partnern in Clervaux führte zum intensiven Austausch aktueller Fragestellungen in beiden Projekten: u.a. zur langfristigen Bedeutung und zum Nutzen fotografischer Sammlungen, zu Möglichkeiten und Wirkungen fotografischer Ausstellungen im öffentlichen Raum und die Auseinandersetzung mit regionalspezifischen Themen- und Fragestellungen im Zuge der Entwicklung von Regionen.

Die Begegnung regte nachhaltig zu weiterführenden gemeinsamen Aktivitäten und zum intensiven Austausch zwischen den Projekten an. Für Anfang September wird sich Bridges Fotoprojekt in Zusammenarbeit mit anderen Partnern im Emschertal (u.a. Kooperation Soziale Stadt NRW, Fachhochschule Dortmund und Stadt Herne) für eine gemeinsame Exkursion zur Eröffnung der aktuellen Dauerausstellung der Cité de l`image einsetzen, an der u.a. zwei Fotografen aus Dortmund mit einer Arbeit zu Bewohnern im Herner Stadtteil Dannekamp beteiligt sind.

Hintergrund

The Family of Man
Die Sammlung The Family of Man wurde 1955 von Edward Steichen im Rahmen eines groben Ausstellungsprojekts zusammengestellt. Sie umfasst 503 Fotografien von 273 Autoren aus 68 Ländern. Thematisch ist das Werk in 37 Motive gegliedert. Nach der Eröffnung der Ausstellung im MoMA in New York wurde die Sammlung zur Wanderausstellung und bereiste fast den ganzen Planeten. 1964 schenkte die amerikanische Regierung dem Großherzogtum Luxemburg die letzte noch existierende Version der Wanderausstellung. Seit 1994 befindet sich The Family of Man nun im Schloss von Clervaux. Die Dauerausstellung, heute Teil der Geschichte der Fotografie und des UNESCO Weltdokumentenerbes, spielt seither eine wichtige Rolle für das kleine Ardenner Städtchen.

Clervaux - cité de l`image
Die Gemeinde Clervaux liegt im nördlichen Luxemburg in mitten des Naturparks OUR. Die Sammlung The Family of Man bildet die Grundlage und den Ausgangspunkt für ein kulturelles Projekt das 2004 seinen Anfang nahm und sich zur Aufgabe gemacht hat, Clervaux in eine `cité de l`image` (frei übersetzt, `Stadt der Bilder`) zu verwandeln. Ziel ist es, Konzepte fotografischen Schaffens im ländlichen Raum darzustellen, zu vermitteln und zu fördern. Der Schwerpunkt liegt auf der zeitgenössischen Fotografie.

Der Kooperation zwischen dem Naturpark Our und der Gemeinde Clervaux ist es zu verdanken, dass aus dem kulturellen Entwurf `cité de l`image` seit September 2008 eine Vereinigung ohne Erwerbszweck geworden ist. Clervaux - cité de l`image organisiert verschiedene Projekte: hierzu gehören unter anderem temporäre Ausstellungen mit zeitgenössischer Fotografie, aber auch die sogenannten « Gärten », die Ausstellungsraum unter freiem Himmel bieten. Frei zugänglich zeigen sie seit nunmehr vier Jahren großformatige Fotografien im öffentlichen Raum.

Naturpark Our
Der Naturpark ist der eigentliche Initiator dieses Projektes Clervaux - cité de l`image. Seine Aufgaben sind der Schutz der Natur sowie die ökonomische und kulturelle Entwicklung der Region. Der Naturpark ist in den Bereichen Landwirtschaft, Tourismus, Umweltbildung und Kultur tätig. Clervaux ist eine der 11 Gemeinden, die den Naturpark Our ausmachen.

Kooperation
Hintergrund der Kooperation zwischen Bridges - Fotoprojekt Emscher Zukunft, der Ausstellung `The Familiy of Man`, der Stadt Clervaux - Cité de l`image und dem Naturpark OUR in Luxemburg:

Im Mittelpunkt der jüngst entwickelten Kooperation stehen gemeinsame Veranstaltungen im Rahmen eines gegenseitigen Austausches beider fotografischer Projekte. Basis der Zusammenarbeit sind die Bemühungen der Partner, Fotografie im Kontext regionaler Entwicklung einzubeziehen und zu fördern. Themen sind u. a. die landschaftliche Entwicklung und Wahrnehmung sowie die Umsetzung fotografischer Projekte in Zusammenhang mit der Entwicklung der Region in den Ardennen bzw. im Emschertal. Der Austausch auf internationaler Eben soll hier Impulse und Begegnung zum gegenseitigen Nutzen bringen. Die Kooperation soll auch einen Beitrag dazu leisten, den Blick auf Möglichkeiten von Fotografie im Kontext regionaler Entwicklung und Planung zu schärfen.

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Einfluss von Fotografie auf Planung und Bauen

Die Podiumsveranstaltung "Kann Fotografie Zukunft gestalten? - Der Einfluss von Bildern auf Planungsprozesse" im Rahmen der diesjährigen Ausstellung Floating Colors Anfang August hat weitere Zeichen gesetzt. Das Fachmagazin Planerin der SRL hat den Themenbereich für sich entdeckt und in der aktuellen Ausgabe einen Beitrag zur Veranstaltung veröffentlicht. Damit wird der Dialog weiter in die Planungswelt getragen ( www.srl.de ).

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Lebensraum Emscher

Im Jahr 2006 wurden im Rahmen der Preisverleihung von Bridges - Fotoprojekt Emscher Zukunft von der Jury Konzepte zur Umsetzung empfohlen. In diesem ersten Durchgang war eine zwingende Umsetzung von Konzepten mit ausgelobten Preisgeldern noch nicht vorgesehen. Vielmehr sollte Zug um Zug eine Realisierung angegangen werden. Im Rahmen dieses Engagements konnte nun das Konzept Lebensraum Emscher, ein Projekt von Studierenden der Folkwang Hochschule neben anderen Arbeiten umgesetzt werden. Entstanden ist der Aufbau einer Bilddatenbank.

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Fotografie und Strukturwandel

Strukturwandel ist das Kernthema einer zweisemestrigen Lehrveranstaltung an der FH Dortmund im Rahmen eines Lehrauftrages der Fotografin Barbara Burg. Barbara Burg betreibt in Köln das Unternehmen Palladium Fotodesign und ist amtierende Vorstandssprecherin des BFF. In Zusammenarbeit mit Bridges - Fotoprojekt Emscher Zukunft setzen sich die Studierenden mit Aspekten des Wandels in der Emscherregion auseinander.

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Kann Fotografie Zukunft gestalten ?

Dieser Frage widmeten sich zahlreiche Experten aus Fotografie und Planung in einer Podiumsveranstaltung am 07. August im Rahmen der aktuellen Ausstellung Floating Colours. Im Mittelpunkt der Diskussionsrunde, im voll besetzten Ausstellungssaal des LWL Industriemuseums Zeche Zollern, stand die Auseinandersetzung darüber, ob und wenn ja wie Bilder Einfluss auf Planungsprozesse nehmen können.

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D/E