
Stillleben, Alltagsbilder, Landschaften, Menschen - seit 2005 sammelt die Emschergenossenschaft die Arbeiten der Preisträger ihres BRIDGES Fotoprojekts Emscher Zukunft. Entstanden ist das vielschichtige und spannungsreiche Bild einer Region im Wandel. 65 Einsendungen erreichten die Initiatoren der Ausschreibung in diesem Jahr.
Es sind Bildserien und Bildkonzepte zum Thema SUSTAIN/ABILITY - Ideal und Plan. Gemeint ist das Ideal einer vorausdenkenden Planung, um die Natur und ihre Ressourcen auch für nachfolgende Generationen zu erhalten. Dabei geht es sowohl um ökologische als auch um soziale Nachhaltigkeit. BRIDGES fragt: Wo befinden wir uns in diesem Prozess? Wie sieht das Ideal aus und wie die Realität? Fotografie kann bei komplexen Prozessen der Regionalentwicklung ein emotionaler Zugang sein. Sie kann fokussieren, Themen identifizieren und Impulse geben. Im letzten Jahr trafen sich - parallel zur Preisträgerausstellung - Fotografen, Stadt- und Landschaftsplaner, Architekten, Wasserwirtschaftler, Geographen und Soziologen zum fachübergreifenden Diskurs. Ein solcher Austausch soll fortgesetzt werden.
1m3 - FOTOGRAFIEN VON CHRISTIAN DIEHL
Im Studio des Museums für Kunst und Kulturgeschichte in Dortmund wird am 27. Januar 2012 um 19.00 Uhr die aktuelle Ausstellung von Christian Diehl eröffnet. Unter dem Titel „1m3 - Fotografien von Christian Diehl“ präsentiert das Museum bis zum 1. April 2012 vier Bodenkubikmeter-Projekte des Dortmunder Fotografens und mehrfachen BRIDGES-Preisträgers. In unterschiedlichen Regionen hat Diehl jeweils einen Kubikmeter typischen Bodens ausgehoben und nach Fotoobjekten durchforstet: Boden der Halde Hoheward, Watt von der Insel Sylt, sowie Ackerland und Waldboden. Details wie Pflanzenteile, Gesteinsbrocken, Käfer und Muscheln werden mittels einer sachlichen Fotografie abgebildet. So findet eine Art wissenschaftliche Dokumentation mit künstlerischen Obertönen statt, die auch Gebiete wie Geologie, Botanik oder Zoologie streift. Die einzelnen Bilder sind Versatzstücke, die direkt oder assoziativ aufeinander Bezug nehmen, da ihre genau zu identifizierende Herkunft - der Erdblock - als verbindende Klammer immer gegenwärtig ist. Für den Besucher wird damit aus „repräsentativen Stichproben“ die Vielschichtigkeit und Faszination der gezeigten Landschaften erfahrbar.
Ein Besuch in Hamburg lohnt sich zurzeit ganz besonders: Noch bis zum 8. Januar 2012 ist im Haus der Photographie der Hamburger Deichtorhallen die Ausstellung „EYES ON PARIS – Paris im Fotobuch 1890 bis heute“ zu sehen. Auf rund 1.000 Quadratmetern entsteht ein spannender Rundgang durch das Paris des 20. Jahrhunderts. Er zeigt, wie fotografierende Künstler die Stadt gesehen und erlebt haben und schafft ein Spiegelbild von Architektur und Stadtgeschichte, von Alltagskultur und Kunstgeschehen im Wandel der Zeit. Rund 400 Werke bedeutender Fotografen – u. a. von Eugène Atget, Brassaï, Robert Doisneau über Candida Höfer, Bettina Rheims bis hin zu Otto Steinert und Romain Urhausen – treten in einen Dialog mit allen wichtigen Paris-Fotobüchern und seltenen Mappenwerken des 20. Jahrhunderts. Denn die Seine-Metropole gilt nicht nur als Wiege der Fotografie. Keine andere Stadt der Welt war zudem so häufig Gegenstand herausragender Publikationen wie Paris.
mehrDie Stadt Gelsenkirchen will die Künstlersiedlung Halfmannshof – in deren Räumen auch die diesjährige Ausstellung der BRIDGES-Preisträger stattfand – mithilfe eines neuen Konzepts in eine gesicherte Zukunft führen. Lokale Medien wie WAZ und Recklinghäuser Zeitung berichteten bereits über die aktuellen Entwicklungen. Der Halfmannshof soll zu einem Kreativquartier ausgebaut werden, in dem bis zu 25 Künstler Platz zum Arbeiten und Wohnen finden. Grundlage für den Umbau ist ein Konzept des Kölner Architekturbüros Felder, welches Kulturreferatsleiter Dr. Volker Bandelow Ende August der Öffentlichkeit präsentierte. Die Pläne sehen neben neuen Miet- und Eigentumswohnungen eine aufwändige Sanierung von Fachwerkhaus sowie Schmiede- und Keramikhaus vor. Das Atelierhaus und die Ausstellungshalle hingegen sollen neuen Bauten weichen. Laut Recklinghäuser Zeitung steht das Zukunftskonzept Künstlersiedlung in der Ratssitzung der Stadt Ende Oktober 2011 zur Beratung/Beschlussfassung auf der Agenda.
Call For Entries: Zum siebten Mal lädt das BRIDGES Fotoprojekt Emscher Zukunft dazu ein, Bildserien und -konzepte einzureichen. Mit fotografischen Mitteln sollen die unterschiedlichen Facetten des tiefgreifenden Wandels in der Emscherregion, im Herzen des Ruhrgebiets, sichtbar gemacht werden. Einsendeschluss ist der 11. Januar 2012.
mehrDie Arbeiten aus der Serie „A 40“ von Sebastian Mölleken präsentiert die Stiftung Zollverein vom 10. September 2011 bis zum 6. Januar 2012 im Rundeindicker I im Portal der Industriekultur auf dem Gelände des Welterbes Zollverein. Ausstellungseröffnung ist am Freitag, den 9. September 2011, um 18.00 Uhr. Die Bilder des Fotografen und BRIDGES-Preisträgers Sebastian Mölleken gewähren einen Blick hinter die Fassaden und die hohen Schutzwände, die an den Fahrbahnrand dieser Hauptschlagader des Verkehrs im Ruhrgebiet grenzen. Möllekens Bildserie „A 40“ zeigt Landschaften, Architekturaufnahmen und Portraits – weniger schöne Ansichten, als vielmehr authentische und skurrile Blicke, denen man die tiefe Sympathie für die Region und ihre Menschen anmerkt.
mehrAm 14. Juli 2011 ab 18.30 Uhr startet die Ausstellung der Neuaufnahmen des Pixelprojekt_Ruhrgebiet 2010/2011 im Wissenschaftspark in Gelsenkirchen. Auch einige BRIDGES-Preisträger sind dabei: So werden in der Ausstellung Arbeiten von Benito Barajas (Lost Spaces Graffiti), Annette Jonak (Der Stand der Dinge. Bruckhausen sowie Cami), Sebastian Mölleken (A40), Daniel Müller Jansen (Diffuse Vertrautheit), Joachim Schumacher (Endlich so wie überall? – Landschaft des Ruhrgebiets) und Bettina Steinacker (Duisburg Bruckhausen – Grüngürtel Nord) präsentiert. Insgesamt sind 31 Fotoserien von 27 Fotografen zu sehen.
mehrAm 5. Juni 2011 zeigt die vielfach ausgezeichnete Fotografin und BRIDGES-Preisträgerin Brigitte Kraemer die Fotopräsentation „Am Kanal“ im Rahmen der Filmmatinee in Lünen. Ihre „Kanal-Bilder“ sind einprägsame, gefühlvoll beobachtete Studien, die das Besondere im Alltäglichen sichtbar machen. Zuvor sehen die Gäste die Dokumentation „Riviera im Pott: Zuhause am Rhein-Herne-Kanal“ von Filmautorin Ulrike Brincker aus Köln – eine filmische Reise auf dem Wasser und entlang der Ufer des Rhein-Herne-Kanals. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung nicht nötig.
mehrAm 19. Mai 2011 um 18.00 Uhr ist es soweit: Zeitgleich mit der Eröffnung der Ausstellung „TRANS/FORM – Renatur“ werden die diesjährigen BRIDGES-Preisträger bekannt gegeben. Die feierliche Preisverleihung findet in der Künstlersiedlung Halfmannshof (Gelsenkirchen) statt.
mehrAm 21. Mai und 4. Juni 2011 leitet der Fotograf und BRIDGES-Preisträger Tomek Mzyk eine Fotoexpedition an die Ufer des Schwarzbachs in Gelsenkirchen. Die Expedition richtet sich vor allem an interessierte Hobbyfotografen, aber auch Profis sind natürlich herzlich willkommen. Der fotografische Ansatz kann von experimentell bis dokumentarisch sein, eine Spurensuche oder eine nüchterne topografische Bestandsaufnahme. Ziel ist es, das Auge zu schärfen, Neues auszuprobieren und Motivation und Inspiration für weitere fotografische Projekte zu finden – um so das eigene fotografische Werk in einen thematischen Kontext zu setzen. Zum Abschluss der Expedition ist der gemeinsame Besuch der Ausstellung der aktuellen Preisträger des BRIDGES Fotoprojekts in der Künstlersiedlung Halfmannshof geplant.
mehr„Manchmal stehe ich stundenlang an derselben Stelle und warte … ich weiß nicht genau worauf … und plötzlich eine Eingebung: Dreh dich mal um! Und dann spielt sich die schönste Szene vor meinen Augen ab“, sagt Raymond Clement. Er ist ein Altmeister der Fotokunst. Auf Einladung des BRIDGES Fotoprojekt Emscher Zukunft werden 55 großformatige Arbeiten des gebürtigen Luxemburgers unter dem Titel „Naturpark im Wandel“ vom 28. Mai bis zum 9. Juli 2011 im Wissenschaftspark Gelsenkirchen zu sehen sein. Mit dieser Ausstellung präsentieren sich die luxemburgischen Partner von BRIDGES jetzt erstmals in Deutschland. Die Arbeiten sind Langzeitbeobachtungen der besonderen Art, entstanden in den Ardennen, im nördlichen Teil Luxemburgs. Dort, in den Naturparks Our und Obersauer, hält Raymond Clement seit vielen Jahren die Veränderungen der Landschaft mit der Kamera fest.
mehrUnter dem Titel „Emscher Revier. Industrielandschaft im Prozess.“ präsentiert das LWL-Industriemuseum 72 Arbeiten aus dem Werk von Joachim Schumacher. Vom 17. April bis zum 3. Juli 2011 ist die Sonderausstellung in der Alten Werkstatt, Zeche Zollern, zu sehen. Die feierliche Eröffnung findet am 17. April um 11.00 Uhr statt.
mehr140 Bilder aus der BRIDGES Sammlung sind vom 9. April bis zum 29. Mai 2011 in der Ausstellung „landscaping“ im ehemaligen Parkhotel in Clervaux zu sehen. Die Ausstellung findet im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie in Luxemburg statt und ist Teil der Kooperation von Clervaux – Cité de l’image und BRIDGES Fotoprojekt Emscher Zukunft. An der feierlichen Eröffnung am 8. April nahmen rund 40 Gäste teil, darunter die luxemburgische Kulturministerin Octavie Modert, Yves Arend, Bürgermeister der Gemeinde Clervaux, und Emschergenossenschaftvorstand Raimund Echterhoff. Auch die Fotografen Ekkehart Bussenius, Tania Reinicke und Nico Schmitz waren dabei.
mehrIn ihrem Bildband „Im guten Glauben“ zeigt die Fotografin und BRIDGES-Preisträgerin Brigitte Kraemer die Vielfalt und Lebendigkeit religiöser Riten im Ruhrgebiet und in Nordrhein-Westfalen.
Das Christentum hat in Deutschland seinen festen Platz. Durch Migration sind in den vergangenen Jahren zudem viele andere Religionen nach Deutschland eingewandert: vor allem der Islam, aber auch der Buddhismus, Hinduismus und – verstärkt durch Einwanderer aus Osteuropa – das Judentum. In leuchtenden Farben stellt Kraemer die Unterschiede und Gemeinsamkeiten heraus und bringt diese in atmosphärischer Dichte zusammen. „Im guten Glauben“ macht die Vereinbarkeit verschiedener Religionen mit der deutschen Alltagswelt sichtbar.
Mit einem Vorwort von Prof. Dr. Claus Leggewie
Im guten Glauben – Fotografien von Brigitte Kraemer, Klartext-Verlag, 208 Seiten, Hardcover, Preis: 29,95 Euro, ISBN: 978-3837503456
Mehr über Brigitte Kraemer unter www.fotografie-brigittekraemer.de
BRIDGES-Kooperationspartner Clervaux - cité de l’image lädt ein zu einem Workshop für Fotografie und Text: Unter dem Thema „Damals trifft Heute - vom Wandel einer Landschaft und den Gebräuchen seiner Bewohner, erzählt in Bild und Text“ dreht sich alles um das Medium (digitale) Fotografie und das geschriebene Wort. Der Workshop findet vom 09.05. bis 18.05.2011 in Clervaux, Luxemburg, statt. Leiter des Workshops sind Michael Hagedorn (Fotografie) und Peter Strege (Text).
mehrUnter dem Titel „Schön wäre, wenn uns möglichst viele besuchen würden“ hat die Folkwang Universität der Künste in Kooperation mit der Emschergenossenschaft ein Buch herausgebracht. Konzeptioniert von Elisabeth Neudörfl und Elke Seeger widmet sich das Buch den Verbindungen zwischen visuellen und klanglichen Eindrücken aus Castrop-Rauxel.
Studierende der Folkwang Universität der Künste haben sich nach Castrop-Rauxel begeben und Bilder und Töne von Stadt und Rand, Emscher und Hochhaus, Wohnung und Park eingefangen. „Schön wäre, wenn uns möglichst viele besuchen würden, und zwar hier bei uns in Castrop-Rauxel: damit sie sehen, dass alle Vorurteile unbegründet sind, dass es hier so schön grün ist, dass wir eine schöne Stadt haben.“ Das war und ist der gegenüber den Studierenden artikulierte Wunsch der Menschen aus Castrop-Rauxel. Das Buch lohnt das Betrachten und Zuhören, Castrop-Rauxel den eigenen Besuch.
Schön wäre, wenn uns möglichst viele besuchen würden; Elisabeth Neudörfl und Elke Seeger, Klartext-Verlag, Preis: 14,95 Euro, ISBN 978-3837504583
Mehr Informationen auf http://www.folkwang-uni.de/en/home/wissenschaft/symposium-kulturelles-handeln-im-transkulturellen-raum/
Alle zwei Jahre schreibt die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung zwei Stipendien in Höhe von je 10 000 Euro im Rahmen ihres Stipendienprogramms Zeitgenössische Deutsche Fotografie aus. Eines dieser Stipendien hat jetzt BRIDGES-Preisträger Tomek Mzyk aus Hannover erhalten. Die internationale Jury entschied sich aus insgesamt 133 Bewerbungen für die Unterstützung seines Projektvorschlags und dem einer Berliner Fotografin. Das auf ein Jahr angesetzte Stipendium wird von der Fotografischen Sammlung des Museum Folkwang betreut.
Tomek Mzyk, 1970 in Bytom/Polen geboren, setzt sich dokumentarisch mit einem in den 1950er Jahren auf einer Industriebrache in Oberschlesien entstandenen Freizeitpark auseinander, der als größter Stadtpark Europas gilt. Seit der politischen Wende 1989 und der Schließung der letzten großen Industrieanlagen zerfällt langsam auch der Park mit seinen zahlreichen Einrichtungen. „Die fotografischen Arbeiten werden den komplexen Prozess des Bruchs und der Transformation einer ganzen Region und eines politischen und wirtschaftlichen Systems auf vielfältige Weise symbolisieren“, so Mzyk.
Für das Stipendium hatte sich Tomek Mzyk mit seiner Fotoserie Outopia beworben, in der er sich am Beispiel des Ihme-Zentrums in Hannover mit der Thematik der städtebaulichen Utopien befasst.
Im Rahmen des BRIDGES Fotoprojekt-Dialogs Fotografie und Planung konzipierte der Dortmunder Fotograf Hannes Woidich einen Fotografie-Workshop zum Thema Wahrnehmung. Die Teilnehmer des zweitätigen Workshops STÖRUNG sollten ihre Angst, sogenannte Fehler zu begehen, ob technische oder inhaltliche, ablegen. Störungen wurden nicht nur zugelassen, mit ihnen und an ihnen wurde gearbeitet. Ihnen wurde vertraut. Das Chaos wurde organisiert und kanalisiert, die losen Punkte miteinander verknüpft. Technische Verfremdung, visuelle Irritation oder Umdenken bei vertrauten Themen, waren Arbeitsweisen, mit denen die Teilnehmer zu unterschiedlichsten Ergebnissen gekommen sind.
Die fotografischen Ergebnisse des Workshops finden Sie hier.
Das sich bei dieser Betrachtung von Stadtteilen durch die Bürger mittels der Fotografie auch für die Planung spannende Fragestellungen ergeben, zeigt Stadtplaner und Workshop-Teilnehmer Jürgen Evert in dem folgenden Beitrag auf.
Unter dem Titel „The Tender Spot: The Graphic Design of Mario Lombardo“ ist jetzt eine Monographie über Grafikdesigner Mario Lombardo erschienen. Der Verlag Die Gestalten zeigt in dem 256 Seiten starken Buch Lombardos Arbeiten der vergangenen zehn Jahre. In seinen Projekten verbindet der Print- und Magazindesigner klassisches Grafikdesign mit experimentellen Konzepten. Stilistische und disziplinäre Grenzen werden immer wieder spielerisch überwunden. Wichtig ist es Lombardo dabei, die Kunden aktiv in den Gestaltungsprozess einzubinden. Das Resultat sind anspruchsvolle Ergebnisse, mit denen sich die Auftraggeber identifizieren. Mario Lombardo ist seit 2008 künstlerischer Leiter von BRIDGES Fotoprojekt.
The Tender Spot: The Graphic Design of Mario Lombardo, Die Gestalten Verlag, Sprache: Englisch, Preis: EUR 39,90, ISBN: 978-3899553192
Mehr über das Berliner BUREAU Mario Lombardo unter www.mariolombardo.com
Durch den Emscher-Umbau befindet sich das Emschertal in landschaftlicher, kultureller, sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht seit Jahren im Wandel. Dabei gibt es sichtbare und unsichtbare Prozesse, Veränderungen, die sich sofort erschließen und andere, die langer Beobachtung und Auseinandersetzung bedürfen. Fotografie kann in diesem Prozess nicht nur dokumentieren, sie kann neue Denkanstöße geben, tausendmal Gesehenes in ein neues Licht rücken und Unsichtbares sichtbar machen.
mehrUnter dem Titel „Out of the office“ Unternehmensgalerie Ruhr.2010 zeigt das Kunstmuseum Bochum Werke aus den Sammlungen von 29 Unternehmen der Metropolregion. Die Ausstellung läuft vom 31. Oktober 2010 bis zum 6. Februar 2011. Das Besondere daran: Viele der präsentierten Werke namhafter Künstler werden erstmals außerhalb von Unternehmensfoyers oder Vorstandsetagen zu sehen sein.
mehrDie aktuelle Ausstellung zum Projektaufruf „US/THEM – Nähe und Distanz“ ist noch bis zum 24. Oktober 2010 im Pumpwerk Dortmund-Evinger Bach zu sehen. Neben den prämierten Bildserien der diesjährigen Preisträger werden die umgesetzten Bildkonzepte zum Thema „DESTROY/CREATE“ gezeigt. Die Ausstellungskonzeption setzt in beeindruckender Weise die Bilder in Bezug zu den technischen Räumlichkeiten des betrieblich genutzten Pumpwerks: Im Pumpenkeller mit seinen gigantischen Rohren und Motoren werden die Arbeiten auf schwebenden Kuben im Raum präsentiert. Besucher können die Ausstellung jeweils an den Wochenenden (samstags: 14.00–18.00 Uhr, sonntags: 12.00–17.00 Uhr) besichtigen.
Pilze stehen für die Balance zwischen Vergänglichkeit und Neuanfang. Sie sind gleichzeitig ein Zeichen für eine sich regenerierende Natur, die sich wieder selbst regulieren kann. Auch der Umbau der Emscher und ihrer Nebenflüsse steht für einen Neuanfang. Ehemals industriell überformte Räume werden so weit es geht wieder der Natur überantwortet. Auf einem Rundgang am renaturierten Dellwiger Bach in Dortmund gibt Pilzexperte Joachim Beier spannende Einblicke in die Welt der Pilze in dieser ökologisch verbesserten Landschaft. Visuelle Interpretationen dieses Themas werden von Fotografen präsentiert. Eine Diskussionsrunde über Prozesse der Transformierung und Renaturierung von Landschaft schließt sich an: Wie viel Natur ist im städtischen Raum möglich? Wie weit lässt sich Renaturierung planen?
Zeit: Freitag, 8. Oktober 2010, 16.00 Uhr bis 20.00 Uhr
Treffpunkt: Parkplatz an der Dellwiger Straße/Kreuzung Am Nocken, Dortmund Lütgendortmund-Nord
Anschließende Diskussionsrunde im LWL-Industriemuseum, Zeche Zollern
Gebühren: Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.
Bitte festes Schuhwerk anziehen.
Verpflegung: In der Gastronomie des Industriemuseums können Sie sich mit Getränken und Snacks versorgen.
Anmeldung: Bitte schreiben Sie uns eine E-Mail an weiss@bridges-projects.com mit Ihren Kontaktdaten und mit wie vielen Personen Sie teilnehmen möchten.
Oder nutzen Sie unser Anmeldeformular. Hier finden Sie auch die weiteren Termine der BRIDGES-Veranstaltungsreihe Perspektivenwechsel.
In mehreren großen Städten der Welt wie New York City, Toronto oder Buenos Aires entwickelten sich gegen Ende des 20. Jahrhunderts Gemeinschafts- und Nachbarschaftsgärten. Heute leben mehr Menschen in der Stadt als auf dem Land. Für viele verarmte Städter ist diese neue Form urbaner Subsistenzwirtschaft eine Notwendigkeit, um in der Großstadt überleben zu können. Häufig werden hier öffentliche Brachflächen genutzt. Wie reagiert die Stadtplanung auf diese Entwicklung? Sollten ungenutzte Industriebrachen oder Bauerwartungsland für solche Zwecke zur Verfügung gestellt werden? Welche Konflikte entstehen aus den unterschiedlichen Nutzungsansprüchen? Welche positiven Effekte der Integration und Völkerverständigung lassen sich erzielen? Welche visuelle Präsenz haben diese privaten Umnutzungen im städtischen Raum? Dieses Thema diskutieren die Gäste aus Planung und Fotografie nach einer Führung durch den Interkulturellen Frauengarten in Oberhausen von Initiatorin Ellen Diederich.
Zeit: Dienstag, 28. September 2010, 18.00 Uhr bis 21.30 Uhr
Treffpunkt: Infozentrum Gedenkhalle, Am Kaisergarten 52, 46042 Oberhausen
Gebühren: Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.
Verpflegung: Es werden Getränke und ein Snack angeboten. Der Erlös geht an das Internationale Frauenfriedensarchiv.
Anmeldung: Bitte schreiben Sie uns eine E-Mail an weiss@bridges-projects.com mit Ihren Kontaktdaten und mit wie vielen Personen Sie teilnehmen möchten.
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Rucksack gepackt und festes Schuhwerk geschnürt: Dann heißt es Vorhang auf! Das Improvisationstheater Emscherblut lädt ein zur Theaterexpedition und entführt die Teilnehmer auf eine spannende Theaterreise durch Industrielandschaften, Wohnviertel und zu neuen Orten. Auf rund 2 Kilometern werden Häuserfronten zu Kulissen und Anwohner zu Protagonisten. Wann, wie und wo – das bestimmen die Gäste. Im Vorfeld berichten Planer über die Entwicklung des Stadtteils (u. a. aus dem Stadtteilprojekt Bickern/Unser Fritz) und Fotografen erläutern anhand ihrer Arbeiten, wie sie sich der Gegend genähert haben und welche Potenziale sie sehen. Ein kurzes Meinungsbild am Schluss rundet die Veranstaltung ab – hat sich der Blickwinkel auf den Stadtteil verändert?
Ergänzend zu planerischen Raumbildern und fotografischem Fokus bietet das Theater einen weiteren, ungewöhnlichen Zugangsweg, sich einer Stadtlandschaft zu nähern – eine neue Perspektive des Raumerlebens.
Zeit: Samstag, 4. September 2010, 16.30 Uhr bis ca. 21.30 Uhr
Treffpunkt: Kasinoverein Harmonie Unser Fritz e. V., Unser-Fritz-Str. 176, 44653 Herne
Expeditionsgebühren: 9 Euro pro Person, bitte in bar bei der Veranstaltung bezahlen.
Verpflegung für die Expedition bitte selbst mitbringen.
Anmeldung: Bitte schreiben Sie uns eine E-Mail an weiss@bridges-projects.com mit Ihren Kontaktdaten und mit wie vielen Personen Sie teilnehmen möchten.
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Die Filmemacher Christoph Hübner und Gabriele Voss begleiten den Wandel im Emschertal seit 2006 mit kurzen dokumentarischen Filmbeobachtungen. Sie zeigen einige ihrer „EmscherSkizzen“ und bieten einen Blick aus der Nähe auf das Großprojekt Emscher-Umbau, auf die Region und ihre Menschen. Im Anschluss führt Thomas Heiser vom BRIDGES Fotoprojekt durch die aktuelle Ausstellung der Preisträger zum Thema „US/THEM – Nähe und Distanz“. Fotografen erläutern ihre präsentierten Arbeiten. In die folgende Diskussionsrunde unter dem Themendach „Nähe und Distanz – ihre Bedeutung für Planung und Fotografie“ fließen die gewonnenen Eindrücke der Teilnehmer ein. Welche Raumbilder werden durch die jeweilige Perspektive geschaffen? Wie kann die Planung damit arbeiten? Welchen Einfluss haben Film und Fotografie auf das Image einer Region? Wie gestalten sie das regionale Eigen- und Fremdbild?
Zeit: Sonntag, 5. September 2010, 11.00 Uhr bis ca. 14.30 Uhr
Ort: Pumpwerk Dortmund-Evinger Bach, Münsterstr. 272, Zugang über Beethovenstraße, 44145 Dortmund
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.
Anmeldung: Bitte schreiben Sie uns eine E-Mail an weiss@bridges-projects.com mit Ihren Kontaktdaten und mit wie vielen Personen Sie teilnehmen möchten.
Oder nutzen Sie unser Anmeldeformular. Hier finden Sie auch die weiteren Termine der BRIDGES-Veranstaltungsreihe Perspektivenwechsel.
Das Bridges Fotoprojekt und die Emschergenossenschaft trauern um Werner Köntopp. Der Gelsenkirchener Fotograf verstarb Ende Juli im Alter von 83 Jahren. Dem Altmeister der Fotografie, der mit 15 Jahren seine Passion fürs Fotografieren entdeckte, war dem Emschertal ganz besonders verbunden: Im Rahmen des Bridges Fotoprojekts Emscher-Zukunft reichte Werner Köntopp vor einigen Jahren die Bildserie „Emscherland“ ein. Sie zeigt die Natur im „Emscherbruch“, einem Waldgebiet in Gelsenkirchen an der Stadtgrenze zu Herten. Werner Köntopps Bilder beweisen, dass die alte Emscherregion nicht nur eine karge Industrielandschaft bietet – wer sie sucht, der findet ebenso eine saftige, vielschichtige und grüne Natur mit schlanken Schilfpflanzen und knorrigen Bäumen. Die Bildserie wurde von der Jury unter den Bewerbungen 2005 prämiert und zur Aufnahme in die Bridges-Sammlung ausgewählt.
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Die Spannung hielt bis zur Ausstellungseröffnung: Bei der diesjährigen Preisverleihung von BRIDGES Fotoprojekt Emscher Zukunft erfuhren die Teilnehmer erst am Abend der Ausstellungseröffnung am 29. April 2010, wer zu den Preisträgern gehörte. Mehr als 100 Bildserien und Konzepte wurden zum Projektaufruf „US/THEM – Nähe und Distanz“ aus ganz Deutschland und dem Ausland eingereicht.
Am 29. April fand nun die feierliche Preisverleihung im Pumpwerk Dortmund-Evinger Bach statt. Dr. Jochen Stemplewski, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft, und Prof. Elke Seeger von der Folkwang Hochschule würdigten als Vertreter der Jury die diesjährigen Preisträger und ihre Arbeiten:
Zum Projektaufruf »US / THEM - Nähe und Distanz« wurden bis zum Einsendeschluss Anfang Januar rund 100 Bildserien und Konzepte aus ganz Deutschland und dem Ausland eingereicht. BRIDGES Fotoprojekt Emscher Zukunft freut sich sehr über die wachsende Resonanz des Projektes weit über die Grenzen der Region hinaus. Anfang März hat die Jury die Einreichungen gesichtet und ihre Auswahl getroffen. Die Preisträger werden am 29. April (18:00 Uhr) im Pumpwerk Dortmund-Evinger Bach feierlich bekannt gegeben. Am gleichen Abend wird auch die diesjährige Ausstellung eröffnet. Die prämierten Arbeiten werden bis Ende September im Pumpwerk zu sehen sein. Auch in diesem Jahr wird es ein Begleitprogramm zur Ausstellung geben.
mehrDer Dialog zwischen Fotografie und Planung geht weiter: Die Ausgabe 1_10 des Fachmagazins PLANERIN der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung (SRL) beschäftigt sich mit dem Schwerpunktthema „Bilder in der Planung – Was unsere Wahrnehmung beeinflusst“. Das Heft entstand im Rahmen der Kooperation der SRL mit BRIDGES Fotoprojekt Emscher Zukunft.
mehr Erste Einreichungen zum diesjährigen Thema US / THEM - Nähe und Distanz sind im Projekt eingegangen. Bis zum 12. Januar 2009 können fertige Bildserien und / oder Bildkonzepte zum aktuellen Thema US / THEM - Nähe und Distanz bei BRIDGES Fotoprojekt eingereicht werden. Der Preis ist mit insgesamt 20.000 Euro dotiert.
Den aktuellen Projektaufruf und Anmeldebögen finden sich unter (Schnellverweis 0900303) zum Download. Für Rückfragen steht das Projektteam gerne zur Verfügung.
Die Fotografen Tomek Mzyk, Hannover und Nikolas Wollnik, Berlin haben die diesjährige Konzeptförderung zum Thema Destroy / Create mit insgesamt 5.000 Euro erhalten. Im Frühjahr werden beide Fotografen ihre abgeschlossenen Bildserien der Jury präsentieren.
mehrIm Begleitprogramm von Destroy / Create hat Bridges Fotoprojekt Anfang Juni einen Besuch der Ausstellung The Family of Man und der Cité de l`image in Luxemburg angeboten. Die sehr positive Resonanz und Begeisterung der Teilnehmer zu diesem Austausch mit den Projektträgern in Clervaux wird zum Anlass genommen, eine weitere Exkursion in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Emscherregion anzubieten.
mehrIm Rahmen der Ausstellung »Destroy / Create« wurden in 2009 erstmalig in Bridges Fotoprojekt Emscher Zukunft verschiedene Aspekte an der Schnittstelle von Fotografie und regionaler Entwicklung über ein breiteres Begleitprogramm aufgegriffen. Ein Impulsbeitrag zur Wahrnehmung von Stadt, eine gedankliche Reise zu den Menschen im Emschertal im Rahmen einer Lesung, die Begegnung mit neuen `Lichtorten` im Revier und der Besuch der international angesehenen Ausstellung `The Familiy of Man` in Luxemburg vertieften den Dialog des Fotoprojektes und inspirierten gleichsam Fotografen und Planer.
Weitere Informationen und Hörbeiträge zur Exkursion nach Clervaux finden sich auch unter www.emscherplayer.de .
Mehr unter Berichte
Seit 2008 ist der Fotopreis mit einem Thema verbunden, um auf die verschiedenen wechselnden Perspektiven des Wandels im nördlichen Revier einzugehen und die Sammlung Jahr für Jahr mit aktuellen Bezügen zu bereichern. Diese Weiterentwicklung hat guten Anklang gefunden, viele neue Interessenten sind hinzugekommen. Der Zuspruch auch aus anderen Regionen Deutschlands und den angrenzenden Staaten. Die Kooperationen von Bridges mit anderen Projekten und Partnern profitieren ebenfalls von den thematisch gefassten Ausschreibungen.
Der Projektaufruf findet sich HIER
Am 08. Mai wurden die diesjährigen Preisträger von Bridges - Fotoprojekt Emscher Zukunft der Öffentlichkeit vorgestellt und die prämierten Arbeiten zum Thema »Destroy / Create« gewürdigt. Die feierliche Preisverleihung wurde von Herrn Dr. Jochen Stemplewski (Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft) und Frau Prof. Elke Seeger (Folkwang Hochschule) als Vertreter der Jury in der Kohlenmischanlage der Kokerei Zollverein in Essen vorgenommen.
Die Ausstellung der prämierten Bildserien und umgesetzten Bildkonzepte sowie eine Auswahl von Serien der wachsenden Sammlung war hier vom 09. Mai bis zum 01. Juni zu sehen. Die Ausstellung gab u.a. den Rahmen für ein vielseitiges Begleitprogramm zu Destroy / Create.
Mehr zu den prämierten Bildserien
Im Mittelpunkt der jüngst entwickelten Kooperation zwischen Bridges - Fotoprojekt Emscher Zukunft und Clervaux - Cité de l`image, Luxemburg stehen gemeinsame Veranstaltungen im Rahmen eines gegenseitigen Austausches beider fotografischer Projekte. Basis der Zusammenarbeit sind die Bemühungen der Partner, Fotografie im Kontext regionaler Entwicklung einzubeziehen und zu fördern. Themen sind u. a. die landschaftliche Entwicklung und Wahrnehmung sowie die Umsetzung fotografischer Projekte in Zusammenhang mit der Entwicklung der Region in den Ardennen bzw. im Emschertal. Der Austausch auf internationaler Eben soll hier Impulse und Begegnung zum gegenseitigen Nutzen bringen. Die Kooperation soll auch einen Beitrag dazu leisten, den Blick auf Möglichkeiten von Fotografie im Kontext regionaler Entwicklung und Planung zu schärfen. Eine erste gemeinsame Veranstaltung in diesem Rahmen ist die Exkursion `Bridges - Fotoprojekt Emscher Zukunft trifft »The Family of Man«` am 06. Juni 2009 im Rahmen des Begleitprogrammes von »Destroy / Create«.
mehrSeit 2008 ist der Fotopreis Bridges - Fotoprojekt Emscher Zukunft mit einer wechselnden Themenstellung verbunden. Jahr für Jahr werden der wachsenden Sammlung so andere thematische Perspektiven zugeführt. Mit der Ausschreibung 2008 machte das Thema `Destroy / Create` den Auftakt. An die 100 Einreichungen aus ganz Deutschland und den Nachbarländern haben uns hierzu erreicht. Mitte März hat die Jury die Einreichungen gesichtet und ihre Auswahl getroffen. Die Preisträger stehen nun fest. Ihnen möchten wir an dieser Stelle herzlich gratulieren und den vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern unseren Dank für ihr Engagement und ihren Beitrag aussprechen.
mehrZum Projektaufruf Destroy / Create sind bis zum Einsendeschluss am 12. Januar über 90 Bildserien und Konzepte aus ganz Deutschland und Nachbarländern eingegangen. Das Projektteam freut sich sehr über diese unerwartet hohe Anzahl an Einreichungen und die wachsende Resonanz des Projektes weit über die Grenzen der Region hinaus.
mehrSeit Beginn 2008 ist Mario Lombardo Künstlerischer Leiter von BRIDGES Fotoprojekt Emscher Zukunft. Zusammen mit seinem Büro hat der Artdirektor das Fotoprojekt neu aufgestellt und die Website www.bridges-projects.com überarbeitet.
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